Sampling

Für bevölkerungsrepräsentative Studien verwenden wir Samples, die auch Haushalte berücksichtigen, deren Telefonnummern nicht im Telefonbuch oder in anderen öffentlichen Verzeichnissen eingetragen sind.

Qualitätssamples

Die verwendeten Samples gewährleisten deshalb, dass die Gesamtheit aller bundesdeutschen Haushalte der Stichprobenziehung zugrunde liegt und nicht nur etwa jene 50% der Haushalte, deren Telefonnummern bekannt sind. Die ausschließliche Verwendung von Telefonbuchnummern hätte massive Repräsentanzverzerrungen zur Folge, da vorwiegend die jüngeren Haushalte ihre Nummern nicht mehr veröffentlichen lassen.

Designgewichtungen

Da wir Haushaltsstichproben als Ausgangsmaterial nutzen, wobei wir je Haushalt genau ein Interview durchführen, müssen diese zunächst in Personenstichproben umgewandelt werden. Dieser wichtige Vorgang nennt sich Transformation. Hintergrund: Eine Person in einem Dreipersonenhaushalt hat nur die Chance von 1/3 (=33%), um in unserer Stichprobe befragt zu werden, während Einpersonenhaushalte mit 1/1 (=100%) Wahrscheinlichkeit berücksichtigt werden. Um auf die Bevölkerung oder eine spezielle Zielgruppe hochrechnen zu können, muss diese Schiefe in der Stichprobe durch Transformation ausgeglichen werden.
Zudem muss noch die vom Stichprobendesign abhängige Gewichtung der nichteingetragenen Haushalte berücksichtigt werden.

Redressement

Daneben ergeben sich, abhängig z.B. vom Thema, der Interviewlänge oder der zur Verfügung stehenden Feldzeit Abweichungen von der ursprünglichen modellgetreuen Stichprobe, die erheblich sein können: Kleinere Haushalte werden oft schwerer angetroffen, jüngere Personen haben weniger Zeit, andere weniger Interesse am Thema.

Um repräsentative Daten zu erhalten, werden deshalb die wesentlichen demografischen Strukturen wie Geschlecht, Alter, Haushaltsgröße, Bildung, Bundesland, ggfs. Beruf oder Berufstätigkeit in einem simultanen Verfahren an die amtliche Statistik angewichtet. Dieser Vorgang nennt sich Redressement.

Fazit

Qualitätssamples, Designgewichtungen und Redressement sind in der Regel unerlässlich für qualitativ anspruchsvolle Stichproben in der Umfrageforschung. Sonst ist die Bezeichnung „repräsentativ“ nicht gerechtfertigt.

Zur Sicherstellung hochwertiger Repräsentativ-Stichproben nutzen wir das ADM-Telefonstichprobensystem für Telefonbefragungen. teleResearch ist eines von 35 Meinungsforschungsinstituten, die Zugriff auf dieses System haben.

Firmen- und Betriebsstätten-Stichproben

Für Unternehmens- oder Betriebsstätten-Stichproben gelten grundsätzlich die gleichen Qualitätsanforderungen wie für Haushaltsstichproben. In der Praxis mangelt es jedoch häufig an Statistiken mit verlässlichen Strukturdaten. Grundgesamtheiten sind nur schwer abgrenzbar oder nur unter Unsicherheiten ermittelbar.
Bei sehr eng formulierten Zielgruppen, wie z.B. Konstrukteure, die sich mit Dichtungstechnologien beschäftigen, kann in den meisten Fällen strenggenommen nur von Trendstudien die Rede sein, es sei denn, es wird mit einem aufwendigen Screeningverfahren zunächst die Grundgesamtheit ermittelt, aus der dann die Stichprobe gezogen werden kann. Entsprechende Vorgehensweisen kommen in der Mediaforschung zum Einsatz.
Bei breiter gefassten Zielgruppen, wie z.B. „Betriebe mit mehr als 50 Mitarbeitern im Maschinenbau“, können wir auf die Datenbank von Dun & Bradstreet Deutschland zurückgreifen. Hier sind detaillierte Potenzialzählungen zur Ermittlung wesentlicher Strukturdaten möglich, die später für Gewichtungen herangezogen werden können.